Rock’n'Roll-Tanz als Tanzsport gibt es natürlich auch. Paare oder ganze Formationen präsentieren auf Turnieren einstudierte Choreografien mit faszinierender Akrobatik. Bewertet werden die Darbietungen nach drei verschiedenen Kriterien: der Fußtechnik, dem tänzerischen Gesamteindruck des Paares, sowie der Qualität der Akrobatiken. Für alle verschiedenen Tanzturnierklassen sind diese Regeln einheitlich, jedoch je höher die Klasse, desto stärker wird die Akrobatik gewichtet. In den hohen Klassen B und A werden zudem zwei Choreografien verlangt: eine schnelle, um die Fußtechnik des Paares zu bewerten, sowie eine langsamere, die vor allem Akrobatik-Elemente beinhaltet.
Tanzturniere unterscheidet man in Einzel-, Mannschafts- sowie Formationswettbewerbe. Für jede der drei Turnierarten gibt es festgelegte Tanzklassen. Turnierklassen Schüler, Junioren, C, B und A als höchste Klasse im Tanzsport. In jeder Klasse werden an die Tanzpaare spezifische Anforderungen bezüglich Tanzdauer, Geschwindigkeit sowie Anzahl und Schwierigkeit der Akrobatiken gestellt.
Nur die besten der Schüler-, Junioren- und A-Turnierklasse werden durch den Bundestrainer für die Nationalmannschaft nominiert.
In Deutschland wird der Rock’n'Roll-Tanzsport vom Deutschen Rock’n'Roll und Boogie-Woogie Verband e.V. (DRBV) veranstaltet, sowie vom Deutschen Tanzsportverband (DTV), welcher auch Mitglied im Deutschen Sportbund ist. In Österreich organisiert der Österreichische Rock’n'Roll Verband (ÖRRV) Tanzturniere auf Landesebene. International gesehen, koordiniert die World Rock’n'Roll Confederation (WRRC) die Rock’n'Roll-Tanzturniere. Neben der Organisation und Durchführung von Turnieren, kümmern sich diese Verbände zudem um die Einhaltung der der Turnierrichtlinien, der Ausbildung von Trainern und Wertungsrichtern, sowie der Förderung der Ortsvereine.
Anbei ein Video – hier sieht man, wie man es richtig macht. Roman Kolb und Kateria Kolb beim Rock’n'Roll:
Quelle: YouTube